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Universitätsbibliothek: zurzeit geschlossen

 

RADAR – das Forschungsdaten-Repositorium an der HSU

 

Foto von Alina Grubnyak auf Unsplash
Foto von Alina Grubnyak auf Unsplash

Möchten Sie nur die wesentlichen Schritte zur Veröffentlichung Ihrer Forschungsdaten in RADAR nachlesen? Dann rufen Sie gerne die Kurzversion dieser Seite auf.

Über RADAR

RADAR (Research Data Repository) ist ein disziplinübergreifendes institutionelles Repositorium, das die Archivierung sowie die Publikation von Forschungsdaten ermöglicht. Das Repositorium wird vom FIZ Karlsruhe als Forschungsdatendienst (RADAR Cloud) betrieben.

RADAR ist für alle Forschenden der HSU, die ihre Forschungsdaten archivieren oder publizieren möchten. RADAR versteht sich hierbei als Ergänzung zu fachspezifischen Forschungsdaten-Repositorien und ermöglicht Ihnen, Forschungsdaten zu publizieren, für die (noch) keine geeigneten Infrastrukturen bereitstehen.

In RADAR gespeicherte Datenpakete können entweder archiviert oder publiziert werden. Archivierte Forschungsdaten werden in RADAR garantiert zehn Jahre gespeichert. Damit entspricht RADAR den Anforderungen guter wissenschaftlicher Praxis und vieler Drittmittelgeber, Daten auch nach Abschluss eines Vorhabens für einen längeren Zeitraum vorzuhalten. RADAR stellt mittels der Bitstream Preservation sicher, dass diese auch nach vielen Jahren unverändert vorliegen. Sollte der Dienst vorzeitig beendet werden, wird für eine adäquate Speichermöglichkeit für die restliche Archivdauer gesorgt.

Publizierte Forschungsdaten werden (ungeachtet dessen, ob RADAR noch in Betrieb ist oder nicht) für einen Zeitraum von 25 Jahren öffentlich zugänglich gemacht.

RADAR Cloud bietet als „Software-as-a-Service“ ein vollständiges Forschungsdaten-Repositorium, das durch FIZ Karlsruhe auf einer sicheren Cloud-Plattform gehostet wird. Die Speicherung Ihrer Forschungsdaten erfolgt in drei Kopien an verschiedenen Standorten in den Rechenzentren des Scientific Centre for Computing (SCC) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und im Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden.

Quelle: RADAR Betriebsvarianten – RADAR Cloud

Somit unterliegt die Datenspeicherung den rechtlichen Bestimmungen der Bundesrepublik Deutschland.

Quelle: Über Radar – Historie

Stammen die Forschungsdaten aus einem drittmittelgeförderten Forschungsprojekt mit Mittelzugriff für die Archivierung oder Publikation von Forschungsdaten, ist die Archivierung bzw. Publikation der Forschungsdaten kostenpflichtig.

Über die RADAR Vorauszahlungsoption ist es möglich, das Budget für Speicherdienstleistungen, das bei drittmittelbasierter Forschung meist nur während der Projektlaufzeit verfügbar ist, einmalig, vollständig und fristgerecht zu verausgaben.

Eine Vorauszahlung kann für einen Zeitraum von bis zu fünf Kalenderjahren vorgenommen werden. Der Betrag richtet sich nach einer individuell festgelegten Obergrenze für die Menge der zu archivierenden oder zu publizierenden Daten.

Die nachfolgend aufgeführten Kosten für die Archivierung bzw. Publikation stellen einen Auszug aus der offiziellen RADAR-Preisliste (RADAR Cloud) dar:

  • archivierte Daten: 4,60€ pro GB inkl. MwSt. (3,87€ netto) (Einmalzahlung für 10 Jahre Haltefrist)
  • publizierte Daten: 7,56€ pro GB inkl. MwSt. (6,35€ netto) (Einmalzahlung für mind. 25 Jahre Haltefrist)
  • temporärer Speicher: 0,43€ pro GB inkl. MwSt. (0,36€ netto)

Bitte wenden Sie sich an [email protected] und schicken die im Tab „Was muss ich tun, um Forschungsdaten in RADAR hochladen und archivieren bzw. publizieren zu können?“ genannten Informationen mit.

Besteht kein Mittelzugriff für die Veröffentlichung der Forschungsdaten, wenden Sie sich bitte ebenfalls an [email protected].

Nutzen von RADAR für Forschende

Um die Wahrnehmung ihrer Forschungsergebnisse zu maximieren, unterstützt RADAR Forschende beim Kuratieren, Archivieren, Publizieren und Teilen ihrer Forschungsdaten.

Quelle: Zielgruppe Forschende

Da in der Forschung immer mehr Daten anfallen, wird ein passendes Management wissenschaftlicher Daten demnach wichtiger. Diese Ansicht vertreten zunehmend auch Forschungsförderer, die entsprechende Auflagen an die Vergabe von Drittmitteln knüpfen.
Mit dem Ablegen von Forschungsdaten in RADAR wird sichergestellt, dass die Anforderungen von Leistungsträgern und der „guten wissenschaftlichen Praxis“, also die sichere Aufbewahrung und Verfügbarkeit der für Publikationen zugrunde liegenden Daten, erfüllt werden.
Darüber hinaus erhöht die Publikation wissenschaftlicher Daten die Sichtbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Forschung. Dritte können Daten finden und zitieren. Damit können die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit nachgenutzt werden.

RADAR-Dienste können in den Publikationsprozess von Zeitschriftenaufsätzen integriert werden. Verlangt eine Zeitschrift die Veröffentlichung der zugrundeliegenden Forschungsdaten, können Forschende ihre Daten bei RADAR publizieren und die DOI des Datenpakets mit dem Zeitschriftenaufsatz verbinden.

Die Daten können vor der Publikation begutachtet werden, beispielsweise im Rahmen eines Peer-Review-Prozesses. Dafür bietet RADAR Datengebern die Möglichkeit, einen nicht öffentlichen Link zu erzeugen, der an die Gutachter weitergegeben werden kann.

Quelle: Forschungsdaten publizieren

Forschende können in Datenmanagementplänen RADAR-Dienste angeben, um die Speicher- beziehungsweise Archivierungsstrategie zu beschreiben. Archivierte und publizierte Forschungsdaten erhalten einen eindeutigen persistenten Identifikator, der gegenüber Förder- und Drittmittelgebern als Nachweis einer nachhaltigen Datenspeicherung dienen kann. Beim Beantragen von Förder- und Drittmitteln können Antragsteller die Kosten für die Publikation oder Archivierung von Forschungsdaten mit RADAR in den Antrag integrieren und so die Finanzierung für RADAR-Dienste mit einwerben.

Im Kodex „Leitlinien zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis“ fordert die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG), dass Primärdaten, die einer Veröffentlichung zugrunde liegen, für einen Zeitraum von 10 Jahren gespeichert werden sollen. Dieser Zeitraum wird häufig im Datenmanagement-Kontext erwähnt. Trotzdem gibt es keine allgemein und für alle Fachdisziplinen empfohlene Speicherdauer. Abhängig von Forschungsgebiet, Leistungsträgern oder Institutionen können verschiedene Anforderungen in Kraft treten.

In den FAIR-Prinzipien werden Maßnahmen definiert, mit denen Forschungsdaten auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar gemacht werden können. Viele wissenschaftspolitische Akteure, darunter Forschungsförderer, unterstützen die Forderung nach FAIR Data. Ziel soll sein, dass Forschungsdaten gleichermaßen für Menschen und Maschinen optimal aufbereitet und zugänglich sind, und existierende Datenbestände  – falls technische und rechtliche Rahmbedingungen es erlauben – für neue Forschungsfragen nachgenutzt werden können.

Auch RADAR unterstützt die FAIR-Prinzipien und ist bestrebt, diese umzusetzen. Mit welchen Dienstmerkmalen und Maßnahmen dies bei RADAR geschieht, ist dieser Detailansicht (PDF 300 KB) zu entnehmen.

Quelle: Wie unterstützt RADAR die FAIR-Prinzipien?

Vorbereitung der Forschungsdaten für die Archivierung oder Publikation in RADAR

Durch ein einheitliches, systematisches Bezeichnungssystem stellen Sie die Übersichtlichkeit und Verständlichkeit der Forschungsdaten sicher. Deshalb sollten die Datei-, Ordner- und Variablennamen und die Bezeichnung von Tabellen-Spalten sowie -Zeilen möglichst aussagekräftig, eindeutig und kurz formuliert werden. Treffen Informationen auf sämtliche Daten eines Ordners zu, sollte diese Information direkt in der Ordner-Bezeichnung formuliert werden statt in jedem Dateinamen.

Einige mögliche Modelle für Bezeichnungen:

  • Datum als JJJJ-MM-TT oder JJJJMMTT
  • Personenkürzel der bearbeitenden Person
  • Ortsangabe (bei Erhebungen vor Ort; Feldforschung)
  • Versionierung (z. B. v01, v02; die Null ist aus Sortierungsgründen in Listenansicht voranzustellen)
  • Für Dateinamen geeignet: A-Z a-z 0-9 Bindestrich (-) Unterstrich (_) (Gilt für Benennungen in lateinischer Schrift)
  • Umlaute, Leerzeichen und andere als die oben genannten Sonderzeichen sind zu vermeiden

 

Zu bevorzugenZu vermeiden
website-texte-2020-05-v15.docxWebsite-Texte-Mai-finalFinal2_new.docx

Digitalisat_XY-ZZ_E-1_M-296778.tiff

Digitalisat_XY-ZZ_E-2_HT-493887.tiff

Digitalisat_XY-ZZ_M-5_LS-345-c.tiff

(Schema Digitalisat_Archivsigel_Bestandssignatur_Archivaliensignatur.tiff)

Bild0001.tiff

Bild0002.tiff

Bild0003.tiff

Survey_OpenAccess_Cleaned_v04.csvOA-Results-clean-4.csv

Quelle: Benennungen

Nicht alle Dateiformate eignen sich für die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten. Formate sollten den Standards der jeweiligen Fachdisziplin entsprechen und nach Möglichkeit vollständig offen und dokumentiert sein. Einige Formate, die die Nachnutzbarkeit von Daten erleichtern, haben sich bewährt. RADAR hat eine Übersicht empfohlener Dateiformate für unterschiedliche Datentypen zusammengestellt, die jedoch nicht abschließend ist.

Die Übersicht geeigneter Dateiformate des RADAR Supports umfasst Empfehlungen zu folgenden Datentypen:

  • Textdokument
  • Tabelle
  • Datenbank
  • statistische Angaben
  • Rastergrafik
  • Vektorgrafik
  • Video
  • Audio
  • Computer Aided Design (CAD)
  • Virtual Reality, 3D
  • Nuclear Magnetic Resonance (NMR)Difference Gel Electrophoresis (2D-DIGE)

 

Diese Empfehlungen orientieren sich an internationalen Standards wie dem Kriterienkatalog zur besonderen Eignung von Dateiformaten zur Langzeitarchivierung der Library of Congress und aktuellen Entwicklungen im Bereich des Forschungsdatenmanagements und werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Laut forschungsdaten.info werden für digitale Medien aktuell u.a. die folgenden Dateiformate empfohlen:

  • Datensätze: CSV (.csv), EXCEL (.xls, xlsx)
  • Text: PDF/A (.pdf), XML (.xml)
  • Fotos: TIFF (.tif), JPEG2000 (.jp2), PNG (.png), JPEG/JFIF (.jpg)
  • Videos: IMF (.imf), MPEG-2 (.m2v)

 

Weitere Ressourcen:

Besonders einfach umzusetzende Dokumentation in separater Textdatei, die alle wichtigen Kontextinfomationen enthält. Das Ziel ist es, anderen Forschenden einen Überblick über die Daten und zum Verständnis wichtige Kontexte zu geben. Etliche Repositorien bieten eigene Template-Vorlagen an. README-Dateien können im Rahmen der Datenpublikation begleitend veröffentlicht werden.

Quelle: Daten dokumentieren – Warum, was und wie?

Tipps zur praktischen Umsetzung gemäß „2 Minuten FDM“:

  1. ReadMe-Dateien müssen nicht lang sein. Keep it short and simple!
  2. Erläutern Sie Arbeitsweisen im Projekt, Ablagemethoden, verwendete Abkürzungen und Standards.
  3. Sie können auch Änderungen im ReadMe dokumentieren.
  4. Fügen Sie in jeden Ordner oder zu jeder Datei eine ReadMe-Datei hinzu, der oder die nähere Erläuterungen braucht.
  5. Speichern Sie die Dateien als im .txt oder .md Format. So können sie auf jedem Computer geöffnet werden. Im md-Format (md = markdown) können Sie Texte mit einfachen Mitteln formatieren. Mehr Informationen zu Markdown finden Sie z.B. hier.
  6. Vermerken Sie Ansprechpersonen im ReadMe, um Nachfragen zu ermöglichen. Bei publizierten Datensätzen sollte eine E-Mail-Adresse hinterlegt werden, die langfristig aktiv ist.
  7. Für das Erstellen von ReadMe-Dateien für Software (die auch in den Bereich „Forschungsdaten“ gehören kann) gibt es gute Hilfen im Internet, z.B. bei www.makeareadme.com.


Quelle: 2 Minuten FDM: ReadMe
 

Weiterführende Ressourcen:

Zugang und Anmeldung in RADAR

RADAR erreichen Sie unter der URL https://www.radar-service.eu/radar/de/search. Über den Filter „Community“ können Sie direkt eine HSU-spezifische Sicht auf HSU-Forschungsdaten in RADAR einstellen oder diese Sicht direkt aufrufen: HSU-Community

Sie können sich in RADAR via Shibboleth-Login anmelden.

Hierbei ist bei der Anmeldeoption „Über Ihr Institutionskonto” die „Helmut-Schmidt-Universität Hamburg“ auszuwählen. Tippen Sie dazu einfach „Helmut“ ein und übernehmen die „Helmut-Schmidt-Universität Hamburg“.

Anschließend erfolgt die Authentifizierung gegen den Identitätsprovider der HSU. RADAR erhält dabei keine Kenntnis vom internen Anmeldenamen und Passwort. Die Authentifizierung gegenüber RADAR erfolgt – für Nutzer:innen unsichtbar – über ein Einmal-Token. Der Identitätsprovider übermittelt RADAR nach Zustimmung durch die Benutzerinnen und Benutzer lediglich eine pseudonyme Benutzungskennung und die E-Mailadresse (beides Pflichtfelder) sowie den Klarnamen (optional) als Authentifizierungsattribute. Mit diesen Daten legt RADAR einen Proxy-Account an, an den durch die lokalen Administratorinnen und Administratoren der Einrichtung Rollen vergeben werden können.

Login via Shibboleth in RADAR
Login via Shibboleth in RADAR

Alternativ können Sie sich ein RADAR-Nutzerkonto erstellen.

Quelle: Delegierte Authentifizierung über Shibboleth

Voraussetzungen des Datenuploads in RADAR

Um Daten in RADAR hochladen zu können, müssen Sie als Nutzer registriert sein (siehe im Bereich „Zugang und Anmeldung in RADAR“  –>  „Wie melde ich mich in RADAR an?“) und über Kuratoren- bzw. Subkuratoren-Rechte innerhalb eines RADAR-Arbeitsbereichs verfügen.

Wenn Sie Forschungsdaten in RADAR archivieren oder publizieren möchten, übermitteln Sie bitte an [email protected]:

  • den Name des Lehrstuhls, der Arbeits- oder Projektgruppe, für die ein Arbeitsbereich eingerichtet werden soll,
  • den Namen und eine kurze Beschreibung des Arbeitsbereichs,
  • die E-Mail-Adresse des Verantwortlichen für Datenpakete (i.d.R. ist eine Funktionsadresse besser geeignet als eine individuelle E-Mail-Adresse; die hier angegebene E-Mail-Adresse kann individuell bei jeder Datenarchivierung bzw. -publikation geändert werden),
  • die Namen der Personen, die die Rolle Kurator und Subkurator erhalten sollen,
  • möglichst realistische Angaben zum voraussichtlichen Speicherbedarf:
    • temporärer Speicher,
    • Speicher für zu archivierende und
    • Speicher für zu publizierende Forschungsdaten,
  • ggf. die Ontologien / Terminologie-Kollektionen, die Sie nutzen möchten (Abkürzungen siehe TIB Terminology Service) und,
  • sollten die Forschungsdaten aus einem laufenden Drittmittelprojekt stammen: können Drittmittel für die Archivierung bzw. Publikation der Forschungsdaten beantragt werden? – Wenn ja, lesen Sie bitte im Fragenblock „Über Radar“ den Abschnitt „Entstehen für mich Kosten für die Archivierung bzw. Publikation von Forschungsdaten?“ und senden uns die Rechnungsadresse, an die die RADAR Betreiber die Rechnung von RADAR schicken sollen

Der Arbeitsbereich ist der zentrale Einstiegspunkt für Forschende in RADAR, die Daten archivieren oder publizieren wollen. Er wird typischerweise für eine Arbeitsgruppe, eine Organisationseinheit oder ein Projekt eingerichtet. Er bietet eine Übersicht über die bereits vorhandenen Datenpakete, erlaubt das Hochladen von Forschungsdaten und deren Beschreibung mit Metadaten. Jedem Arbeitsbereich wird vom Administrator mindestens ein Kurator zugeordnet, der diesen verwaltet. Der Kurator entscheidet über die Publikation oder Archivierung von Datenpaketen, kann Vorgaben zu den Metadaten machen und die Zugriffsrechte für den Arbeitsbereich und für archivierte Datenpakete festlegen. Für jeden RADAR-Vertrag können mehrere Arbeitsbereiche eingerichtet werden.

Arbeitsbereich in RADAR
Arbeitsbereich in RADAR

Wir können die zu archivierenden oder publizierenden Forschungsdaten einem schon früher eingerichteten Arbeitsbereich zuordnen, wenn sowohl die neuen als auch die schon vorhandenen Daten aus dem gleichen Projekt stammen und durch die Vorauszahlungsoption beglichen wurden und werden.

Forschungsdaten, die in einem schon früher angelegten Arbeitsbereich veröffentlicht werden sollen und durch die Bibliothek bezahlt werden, können in diesem Arbeitsbereich veröffentlicht werden, wenn auch die schon vorhandenen Daten durch die Bibliothek bezahlt wurden.

Treffen beide Fälle nicht zu, müssen wir aus abrechnungstechnischen Gründen einen neuen Arbeitsbereich anlegen.

Folgende Optionen des Datenuploads stellt RADAR bereit:

Der voraussichtlich benötigte temporäre Speicher kann sich an dem mindestens für die Archivierung und/oder Publikation der Forschungsdaten erforderlichem dauerhaftem Speicher orientieren, da der temporäre Speicher für Daten im Status „in Bearbeitung“ oder „in Begutachtung“ benötigt wird.

Ein Kurator ist verantwortlich für Forschungsdaten eines Arbeitsbereichs und wird vom Administrator bestimmt. Ein Arbeitsbereich kann ein oder mehrere Kuratoren besitzen. Der Kurator ist ein Datengeber mit vollen Rechten, der Forschungsdaten nach RADAR übertragen, mit Metadaten anreichern sowie diese archivieren bzw. publizieren kann. Kuratoren können weitere Personen als Subkuratoren bestimmen und ausgewählten registrierten Nutzern Zugriff auf archivierte Daten gewähren.

Sub-Kuratoren werden vom Administrator oder Kurator einem bestimmten Arbeitsbereich zugewiesen. Ein Arbeitsbereich kann ein oder mehrere Subkuratoren besitzen. Der Subkurator ist ein Datengeber mit eingeschränkten Rechten, der nur Daten nach RADAR übertragen und mit Metadaten anreichern kann. Subkuratoren haben Leserechte auf die in ihrem Arbeitsbereich archivierten Datenpakete.

Subkuratorinnen und Subkuratoren können lediglich Daten in RADAR hochladen und mit Metadaten beschreiben, jedoch weder Datenpakete publizieren noch zur Begutachtung freigeben. Als Kuratorin bzw. Kurator können Sie ihrem Arbeitsbereich weitere Datengeberinnen bzw. Datengeber (sog. Subkuratorinnen bzw. Subkuratoren) zuweisen:

  • Klicken Sie hierzu im Arbeitsbereich auf „Benutzer verwalten“.
  • Sie gelangen daraufhin zum Formular „Arbeitsbereich Benutzer & Rollen“. Bereits registrierte Benutzerinnen und Benutzer können Sie direkt durch Eintrag von Benutzernamen oder E-Mailadresse freischalten. Noch nicht registrierte Personen merken Sie im gleichlautenden Tabellenreiter mit deren E-Mailadresse vor.
  • Nachdem sich die entsprechende Person bei RADAR unter Verwendung exakt dieser E-Mail-Adresse registriert hat, ist sie automatisch als Datengeberin bzw. Datengeber für diesen Arbeitsbereich autorisiert.
  • Die Freischaltungen werden durch Klick auf „Speichern“ gesichert.
Forschungsdaten als Datenpakete in RADAR hochladen

Für die konkreten Schritte zur Archivierung bzw. Publikation von Forschungsdaten in RADAR HSU empfehlen wir für einen schnellen Einstieg die Videotutorials des RADAR Supports, insbesondere zu folgenden Aspekten:

Zusätzlich werden im Quickstart Guide für Kuratoren bzw. im für RADAR4Culture entwickelten Quickstart-Guide für Datengeberinnen und Datengeber die Aufgaben der Kuratoren (und im Fall von Schritt 2 und 3 überwiegend auch der Subkuratoren) beschrieben:

  • Schritt 1: Datengeber im Arbeitsbereich definieren
  • Schritt 2: Datenpakete hochladen
  • Schritt 3: Datenpakete mit Metadaten beschreiben
  • Schrit 4: Datenpakete archivieren oder publizieren

Ein Datenpaket besteht aus einer oder mehreren Dateien, die in Verzeichnissen organisiert sein können. Hinzu kommen die dazugehörigen Beschreibungen in Form von Metadaten. Datenpakete werden von Kuratoren und Subkuratoren im Arbeitsbereich angelegt und bearbeitet. Mit RADAR können Datenpakete entweder archiviert oder publiziert werden. Jedes Datenpaket wird in RADAR mit einem Identifier (DOI oder RADAR-ID) versehen. Um ein neues Datenpaket anzulegen, können einzelne Dateien wie auch Zusammenstellungen in Form von ZIP-, TAR-, GZIP, oder anderen komprimierten Dateien hochgeladen werden. Eventuell in den Zusammenstellungen enthaltene Verzeichnisse werden automatisch für das Datenpaket übernommen. RADAR empfiehlt die Verwendung von Dateiformaten, die sich für die Langzeitarchivierung eignen.

Um ein neues Datenpaket anzulegen, klicken Sie im Arbeitsbereich auf die Schaltfläche „Datenpaket erstellen“. Beim ersten Upload werden Sie aufgefordert, die „Lizenz und Nutzungshinweise für Datengeberinnen und Datengeber“ für RADAR zu akzeptieren. – Häufige Fragen zum Umgang mit personenbezogenen Daten werden in der RADAR4Culture: Handreichung zu personenbezogenen Daten aufgegriffen.

Datenpaket in RADAR erstellen
Datenpaket in RADAR erstellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Datenpaket zu erstellen, z.B. können Sie Ihre Forschungsdaten direkt hochladen. Wählen Sie hierzu bitte die Option „Datenpaket hochladen“ (voreingestellt). Alternativ können Sie die Forschungsdaten auch erst später hochladen, indem Sie auf den Tabellenreiter „Leeres Datenpaket erstellen“ klicken. Diese Option eignet sich insbesondere dafür, bereits jetzt einen DOI zu reservieren (um diesen z.B. im korrespondierenden Aufsatz zu hinterlegen).

Vergeben Sie einen Namen für Ihr Datenpaket. Er erscheint als Titel auf der RADAR-Landingpage. Der Name kann während der Bearbeitung des Datenpakets jederzeit geändert werden.

Wählen Sie anschließend die Datei aus, die Sie hochladen möchten. Sie können diese per Drag&Drop auf den gekennzeichneten Bereich ziehen oder über Ihr Dateisystem auswählen. Es kann entweder eine Einzeldatei oder ein gepacktes Archiv (.zip, .tar, .tgz, .tar.gz, .tar.bz2) hochgeladen werden.

Archive werden beim Hochladen optional entpackt (voreingestellt), die ursprüngliche Verzeichnisstruktur bleibt dabei erhalten. Während der Bearbeitung können dem Datenpaket weitere Einzeldateien hinzugefügt werden, ebenso können Einzeldateien wieder entfernt und hierarchische Verzeichnisstrukturen erstellt und befüllt werden.

Bitte beachten Sie: Das Entpacken trifft nur beim Schritt „Datenpaket erstellen“ zu. Sobald Sie zu einem späteren Zeitpunkt während der Bearbeitung des Datenpakets gepackte Archive hinzufügen möchten, ist aus technischen Gründen ein Entpacken dieser Archive nicht mehr möglich. Die Archive werden in diesem Fall als Einzeldatei hochgeladen (z.B. als .zip) und im System gespeichert.

Optional können Sie anhand der Prüfsumme (MD5 Hashwert) die Datenintegrität der Datenübertragung nach RADAR überprüfen lassen. Die Prüfsumme kann entweder extern ermittelt und ins Freitextfeld eingetragen werden oder, falls Ihnen keine Prüfsumme vorliegt, automatisch über den Browser berechnet werden.

Initiieren Sie die Datenpaket-Erstellung durch Klick auf die Schaltfläche „Datenpaket hochladen“.

Datenpaket in RADAR anlegen
Datenpaket in RADAR anlegen

 

Empfehlung: Achten Sie darauf, ein geeignetes Dateiformat zu wählen. Damit sichern Sie die nachhaltige Aufbewahrung und Nachnutzbarkeit Ihrer Datensätze (zu geeigneten Dateiformaten siehe Bereich „Vorbereitung der Forschungsdaten für die Archivierung oder Publikation in RADAR“  –>  „Welche Dateiformate eignen sich für die Langzeitarchivierung?“).

Wenn Sie die Meldung erhalten haben, dass die Quota überschritten sei und Sie sich an Ihren lokalen Admin wenden sollen, ist der (temporäre) Speicher ausgelastet und kein weiterer Datenupload möglich. Bitte wenden Sie sich an [email protected], damit die Quota höhergesetzt wird.

Bitte geben Sie ebenfalls Bescheid, wenn Sie die Quota Ihres Arbeitsbereichs überschritten haben und keine Meldung erhalten haben, damit der Speicherplatz dennoch angepasst wird. Dies wäre wichtig, da beim ersten Überschreiten der Quota ein über die festgelegte Speicherhöhe hinausgehender Upload möglich ohne Hinweismeldung ist. Erst beim erneuten Überschreiten tritt die oben beschriebene Meldung auf.

Nach Erstellung des Datenpakets befindet es sich zunächst im Status „In Bearbeitung“ im temporären Speicher von RADAR. In dieser Phase können sowohl Metadaten als auch Inhalt des Datenpakets ergänzt, geändert oder gelöscht werden.

Status Datenpaket "in Bearbeitung" (temporärer Speicher)
Status Datenpaket „in Bearbeitung“ (temporärer Speicher)
Datenpakete in RADAR mit Metadaten beschreiben

Ein mit aussagekräftigen Metadaten versehenes Datenpaket aus Forschungsdaten erhöht dessen Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit. Metadaten eines Datenpakets in RADAR umfassen zum einen deskriptive Metadaten, welche über Auffindbarkeit, Referenzierbarkeit und Nachnutzbarkeit entscheiden und von Ihnen selbst eingegeben werden (z.B. Titel, Ersteller/in, Beschreibung, Fachgebiet oder Lizenz des Datensatzes). Zum anderen handelt es sich um technische Metadaten, die vom System automatisch ermittelt werden (z.B. Angaben zu Datenvolumen, Datenformat und Prüfsummen) und für eine nachhaltige Datenspeicherung von zentraler Bedeutung sind.

Quelle: RADAR Metadatenschema

Die Beschreibung von Datenpaketen zählt zu den Aufgaben der (Sub-)Kuratoren. RADAR hat ein Metadatenprofil für die Beschreibung von Forschungsdaten entwickelt, das 10 Pflichtfelder vorgibt. Die Pflichtfelder erfüllen die Voraussetzungen für die Vergabe eines DOI (Digital Object Identifier) für das Datenpaket. Die Felder sind außerdem auf verschiedene Wissenschaftsdisziplinen übertragbar. Neben den Pflichtfeldern können 13 optionale Felder ausgefüllt werden. Sorgfältig beschriebene Datenpakete erhöhen die Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit der Forschungsdaten. Die Dokumentation des RADAR Metadatenschemas ist hier verfügbar. Weitere Informationen zur Beschreibung von Datenpaketen finden Sie im Videotutorial „Metadaten für Datenpakete“.

Nach Erstellung des Datenpakets stehen Ihnen drei Tabs zur Verfügung (siehe Abb. „Datenpakete mit Metadaten beschreiben“):

  • „RADAR-Metadaten“ (für die Metadaten-Annotation)
  • „Inhalt“ (für weitere Bearbeitung des Datenpaketinhalts, siehe Abschnitt „Datenpakete publizieren“)
  • „Technische Metadaten“ (Abb. „RADAR Metadaten-Editor“ im Abschnitt „Wie nutze ich das Metadaten-Editorformular?“)

Um das Datenpaket mit Metadaten zu beschreiben:

  • rufen Sie den Tab „RADAR-Metadaten“ auf und
  • klicken rechts auf die Schaltfläche „Metadaten bearbeiten“ (Abb. „Datenpakete mit Metadaten beschreiben“)
  • daraufhin öffnet sich der Metadaten-Editor

Im Formular können die beschreibenden Metadaten per Hand eingetragen werden (Abb. „RADAR Metadaten-Editor“). Die zehn RADAR-Pflichtfelder stehen direkt zur Eingabe bereit und sind mit * gekennzeichnet. Die 13 optionalen Metadatenfelder öffnen sich erst nach Klick auf den jeweiligen Linktext (wie „Alternativer Identifier“).

Um für das Datenpaket bereits vorab einen DOI zu reservieren, steht im ersten optionalen Feld „Persistenter Identifikator“ die Schaltfläche „DOI“ zur Verfügung.

Alternativ können Sie eine Metadaten-Datei im XML-Format hochladen. Die XML-Datei können Sie einfach per Drag & Drop auf den gekennzeichneten Bereich ziehen oder über „Auswählen“ aus Ihrem Dateiverzeichnis auswählen. RADAR stellt über den Link „Metadaten Beispieldatei“ zudem eine Beispieldatei zur Verfügung, die Sie vor dem Hochladen für Ihre Zwecke in einem Text- bzw. XML-Editor anpassen können.

Über die Schaltfläche „Metadaten prüfen“ können Sie Ihre eingegebenen bzw. hochgeladenen Metadaten schließlich auf Vollständigkeit prüfen lassen und anschließend „Speichern“.

Die komplette Dokumentation des RADAR-Metadatenschemas mit Informationen zu allen Metadatenfeldern, Eigenschaftswerten und kontrolliertem Vokabular finden Sie auf der RADAR-Webseite sowie untenstehend („Welches Metadatenschema nutzt RADAR?“).

Einzeldateien oder Verzeichnisse mit individuellen Metadaten annotieren
Einzeldateien oder Verzeichnisse mit individuellen Metadaten annotieren

RADAR nutzt das RADAR-Metadatenschema, das während der DFG-geförderten Projektphase entwickelt wurde und kontinuierlich aktualisiert wird. Es basiert auf dem DataCite-Metadatenschema 4.4, einem weitverbreiteten Standard zur Beschreibung von Datensätzen ohne Berücksichtigung der jeweiligen Disziplin und ist kompatibel mit DublinCore. Es enthält zehn Pflichtfelder, unter anderem die Grundanforderungen für die DOI-Registrierung in Übereinstimmung mit dem DataCite-Schema. Daneben stehen zusätzlich 13 optionale und auf verschiedene Wissenschaftsdisziplinen übertragbare Parameter zur Verfügung.
Das RADAR-Metadatenschema bietet eine Kombination von Freitextfeldern, kontrollierten Listen und Auswahloptionen für standardisierte bzw. normierte Einträge.

Es unterstützt Normdaten bzw. Identifikationssysteme für Personen (ORCID), Organsiationen (ROR), Förderorganisationen (Crossref Funder Registry) und die Gemeinsame Normdatei (GND).

Es empfiehlt sich, wenn immer möglich, von diesen Vokabularen Gebrauch zu machen (z.B. bei Angaben zu Ersteller/in, Beitragende, Herausgeber/in, Rechteinhaber/in, Förderung und Schlagworte). Sie stellen so sicher, dass Ihre Metadateneingaben eindeutig, standardisiert, nachhaltig sowie maschinenlesbar erfolgen und erhöhen die Nachnutzbarkeit Ihrer Forschungsdaten gemäß den FAIR-Prinzipien. Darin werden Maßnahmen definiert, mit denen Forschungsdaten für Menschen und Maschinen auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar gemacht werden können.

Ebenso kann es sinnvoll sein, Ihren Forschungsdatensatz mit anderen Ressourcen zu verknüpfen. Hierzu steht das optionale Metadatenfeld „Verwandter Identifier“ („Related Identifier“) zur Verfügung, durch das z.B. auf einen verknüpften wissenschaftlichen Artikel verwiesen werden kann.

Pflichtfelder in RADAR:

  • Persistenter Identifikator: Er identifiziert das Datenpaket eindeutig und dauerhaft. Bei Datenpublikationen in RADAR wird automatisch ein DOI (Digital Object Identifier) vergeben. Ein DOI kann durch Klick auf den Button „DOI“ auch vorab reserviert werden. – Wenn das Datenpaket archiviert werden soll, erhält Ihr Datenpaket eine RADAR-ID. Diese können Sie ebenfalls durch Klick auf den Button „RADAR ID“ vorab reservieren. optionale Felder: alternativer Identifier, verwandter Identifier
  • Ersteller/in: Person(en) oder Institution(en), die für den Inhalt der Forschungsdaten verantwortlich ist/sind (z.B. Autoren oder Ersteller). Personen sind mit Vornamen und Nachnamen anzugeben, optional können ORCiD ID und institutionelle Zugehörigkeit ergänzt werden. Sind Sie selbst Ersteller des Pakets, können Sie mit Klick auf die Schaltfläche „Meinen Namen einfügen“ die Informationen aus Ihrem Benutzerprofil übernehmen (die Schaltfläche erscheint, wenn Sie in eines der Namensfelder klicken). Institutionsnamen können per Vorschlagsliste aus dem Research Organization Registry (ROR) ausgewählt werden. optionales Feld: Beitragende
  • Titel: Der Titel (Name) des Datenpakets wurde i. d. R. bereits bei der Erstellung des Datenpakets eingetragen. Er erscheint als Titel auf der RADAR-Landingpage. optionale Felder: weitere Titel, Beschreibung, Schlagworte, zugehörige Infos, Sprache
  • Herausgeber/in: Person(en) oder Institution(en), die dafür verantwortlich ist/sind, dass Daten bei RADAR publiziert oder archiviert werden. Personen sollen im Format „Nachname, Vorname“ angegeben und können mit ORCiD IDs ergänzt werden. Institutionsnamen können per Vorschlagsliste aus dem Research Organization Registry (ROR) ausgewählt werden.
  • Erstellungsjahr: Entstehungsjahr (JJJ) oder Entstehungszeitraum (JJJJ-JJJJ) des Objekts. Sofern der Entstehungszeitpunkt des Objekts unbekannt ist, kann hier ebenfalls „unknown“ angegeben werden.
  • Fachgebiet: Das Fachgebiet oder die Fachgebiete, die das Datenpaket betrifft, können aus einer Liste auswählt werden. Mehrfachnennungen sind möglich. Da die Liste (basierend auf der GEPRIS-Liste der DFG) nicht das gesamte Fächerspektrum abdecken kann, können Sie nach Wahl der Option „Anderes“ das für Sie zutreffende Fachgebiet in ein Freitextfeld eintragen.
  • Objekttyp: Der Objekttyp bezeichnet die Art der vorliegenden Forschungsdaten. Hier können Sie entweder nur die zutreffende Kategorie aus der Liste wählen oder optional noch ergänzende Angaben im Freitextfeld einfügen. optionale Felder: Standort, Datenquelle, verwendete Software, Datenverarbeitung
  • Lizenz für das Datenpaket: Für jedes Datenpaket muss eine Lizenz vergeben werden. Lizenzen legen fest, wie die Daten nachgenutzt werden dürfen. Aus einer Liste können Sie zwischen verschiedenen Lizenzen für Forschungsdaten (z.B. Creative Commons-Lizenzen der Version 4.0) bzw. für Software (Apache Lizenz 2.0., MIT etc.) wählen. Außerdem steht die Option „All rights reserved“ zur Verfügung. Sollte keine der angebotenen Lizenzen für das Datenpaket geeignet sein, kann nach Anwahl von „Other“ eine proprietäre bzw. disziplinspezifische Lizenz angegeben werden. RADAR empfiehlt aufgrund der weiten Verbreitung jedoch die Wahl einer Creative Commons Lizenz für Forschungsdaten. Bitte beachten Sie: Die RADAR-Metadaten werden standardmäßig mit CC0 lizenziert und sind von Ihnen damit zur freien Nutzung durch die Allgemeinheit freigegeben (mehr Informationen).
  • Rechteinhaber/in: Person(en) oder Institution(en), die die Rechte an den Daten hält/halten, die bei RADAR publiziert werden. Personen sollen im Format „Nachname, Vorname“ angegeben und können mit ORCiD IDs ergänzt werden. Institutionsnamen können per Vorschlagsliste aus dem Research Organization Registry (ROR) ausgewählt werden. Falls unklar ist, wer der Rechteinhaber eines Datenpakets ist, empfehlen wir, Kontakt zur Rechtsabteilung der HSU aufzunehmen.

Die folgenden Metadatenfelder sind optional:

  • Alternativer Identifikator: Falls Ihr Datenpaket weitere, z.B. institutsinterne Identifikatoren hat, können Sie diese hier angeben.
  • Verwandter Identifikator: Hier können Sie Ihr Datenpaket (Ressource A) mit einem verwandten Objekt (Ressource B) verknüpfen. Es werden sowohl die Art des Identifikators von Ressource B (z.B. DOI, ePIC, ISSN oder URL) als auch die Art der Beziehung spezifiziert. Erklärungen zur Art der Beziehung (relationType) finden Sie in der DataCite-Dokumentation unter Quelle: DataCite Dokumentation – RelatedIdentifier
    Auf diese Weise können ergänzende Materialien zu Ihrem Datensatz in Bezug gesetzt werden (z.B. der DOI eines wissenschaftlichen Artikels, welcher auf Daten aus Ihrem Datensatz beruht).
  • Beitragende: Person(en) oder Institution(en), die an der Erstellung des Datensatzes beteiligt war(en) (z.B. Beitragende oder mitwirkende Personen bzw. Institutionen) sowie deren Art der Mitwirkung.
    Personen sind mit Vornamen und Nachnamen anzugeben, optional können ORCiD ID und institutionelle Zugehörigkeit ergänzt werden. Institutionsnamen können per Vorschlagsliste aus dem Research Organization Registry (ROR) ausgewählt werden.
  • Weitere Titel: Titelergänzungen, z.B. alternative Titel, Untertitel, Titelübersetzungen etc.
  • Beschreibung: Inhaltliche Beschreibung, z.B. ein technischer Hinweis oder eine Zusammenfassung zum Datensatz (Achtung: aus Urheberrechtsgründen ist i.d.R. nicht das Abstract der Publikation zu übernehmen!). RADAR empfiehlt, die Beschreibung auf Englisch vorzunehmen. Auch Markdown-Formatierung wird unterstützt. 
  • Schlagworte: Schlagworte zur weiteren Charakterisierung des Datensatzes. Diese sollten sich von den Beschreibungen im Titel bzw. Untertitel unterscheiden. Für eine optimale Auffindbarkeit der Daten sollten eindeutige Begriffe auf Englisch oder normierte Einträge verwendet werden. Bei der Auswahl der Option „GND“ können Sie auf die Gemeinsame Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek zurückgreifen. Diese enthält eine Liste normierter Schlagworte. Die Option „Standardisierte Terminologien (via TS4NFD) ermöglicht darüber hinaus, auf qualitätsgesicherte, fachliche Begriffssammlungen (Terminologien bzw. Terminologie-Kollektionen) zuzugreifen, die dabei unterstützen sollen, ihre Daten einheitlich und maschinenlesbar zu beschreiben (Quelle: Gesteigerte FAIRness durch einfache Nutzung standardisierter Begriffe: TS4NFDI in RADAR (Base4NFDI)).
  • Zugehörige Informationen: Angabe wichtiger Informationen und Komponenten, die den Datensatz auszeichnen, z.B. Database ID, Registrierungsnummer, GenBank, IntEnz, PubChem, MedGen, PMID, PDB, Molecular Formula.
    Es wird empfohlen, auch die Art bzw. Kategorie der zugehörigen Informationen mit anzugeben.
  • Sprache: Vorherrschende Sprache der Ressource. Bei sprachunabhängigen Ressourcen die Sprache, in der die Daten dokumentiert sind.
  • Standort: Geographische(r) Ort, Region oder Land, an dem die Daten erhoben wurden oder auf den sie sich beziehen.
    Die Angaben können als Freitext eingetragen, aus der Länderliste ausgewählt oder über Geokoordinaten (Punkt- bzw. Flächenreferenz) eingetragen werden. Sichtbar ist der Standort später im Tab „Technische Metadaten“.
  • Datenquelle: Angaben zur Datenquelle (z.B. Prozedur der Datenerhebung) sowie zur Art bzw. Kategorie der Datenquelle (Gerät, Beobachtung, Umfrage etc.).
  • Verwendete Software: Sofern bei der Erzeugung / Erhebung (Resource Production), der Bearbeitung (Resource Processing) oder für die Betrachtung (Resource Viewing) der Daten Software verwendet wurde bzw. werden soll, kann hier der Name und die Version der Software bzw. einer alternativen Software eintragen werden.
  • Datenverarbeitung: Angaben zu weiteren, ggf. sekundären Modifikationen an den Forschungsdaten, etwa wenn Rohdaten weiterbearbeitet wurden (z.B. Statistik).
  • Förderung: Angaben zur Forschungsfinanzierung und finanziellen Hilfen, z.B. Name der Förderorganisation, Bewilligungstitel und -nummer. Organisationsnamen können per Vorschlagsliste aus dem Crossref Funder Registry bzw. dem Research Organization Registry (ROR) ausgewählt werden.

In RADAR können auch Einzeldateien oder Verzeichnisse im Datenpaket optional mit individuellen Metadaten annotiert werden.
Klicken Sie hierzu auf die entsprechende Datei bzw. das Verzeichnis und anschließend auf die Schaltfläche „Metadaten bearbeiten“.

Einzeldateien oder Verzeichnisse mit individuellen Metadaten annotieren
Einzeldateien oder Verzeichnisse mit individuellen Metadaten annotieren
 
Bitte beachten Sie, dass für die Metadaten-Annotation auf Einzeldatei- bzw. Verzeichnisebene ein reduziertes Metadatenschema zur Verfügung steht (siehe Dokumentation des RADAR-Metadatenschemas, Abschnitt V.) und dass diese Metadaten weder an DataCite übertragen werden noch auf dem RADAR-Portal such- bzw. auffindbar sind.

Um die Beschreibung der Datenpakete zu vereinfachen, können durch die Kuratoren des Arbeitsbereichs optional Metadaten-Standardwerte festgelegt werden. Sobald Metadaten-Standardwerte definiert wurden, werden diese automatisch für jedes neu hochgeladene Datenpaket angewendet. Weichen die Metadatenwerte für ein einzelnes Datenpaket von den Standardwerten ab, so können diese von Datengeberinnen und Datengebern weiterhin individuell editiert werden.

Um Metadaten-Standardwerte zu definieren, klicken Sie im Arbeitsbereich zuerst auf „Arbeitsbereich bearbeiten“ und anschließend auf „Metadaten-Standardwerte“.

Forschungsdaten in RADAR archivieren oder publizieren

Wenn Sie Kuratorenrechte besitzen, können Sie Datenpakete durch Klick auf den Button „Archivieren“ oder „Publizieren“ direkt archivieren oder publizieren. Wenn Sie keine Kuratorenrechte, sondern Subkuratorenrechte besitzen, reichen Sie Ihr Datenpaket bitte zur Archivierung oder Publikation beim zuständigen Kurator des Arbeitsbereichs ein. Wählen Sie dazu die Option „Bereit zum Archivieren“ bzw. „Bereit zum Publizieren“. Anschließend können Sie im sich öffnenden Eingabeformular Anmerkungen für den Kurator notieren.

Übergabe eines RADAR Datenpakets an den Kurator
Übergabe eines RADAR Datenpakets an den Kurator

In RADAR können Sie die zu Veröffentlichungen gehörenden Daten vor der Publikation mit Gutachter:innen teilen.

Sie können auf Grundlage verschiedener Kriterien entscheiden (ggf. auch entsprechend der Vorgaben des Drittmittelgebers), ob Sie die Forschungsdaten in einem Arbeitsbereich nur archivieren möchten oder publizieren.

Vertiefende Lektüre:

Sowohl die Archivierung als auch die Publikation von Forschungsdaten erfolgt in Datenpaketen. Der Datengeber entscheidet über den Umfang des Datenpakets. Es kann sinnvoll sein, nur eine oder mehrere Dateien in einer .ZIP-Datei zusammenzufassen und in einem Datenpaket abzulegen.

Wenn Sie die Daten archivieren, sind sie nur für die Mitglieder des entsprechenden Arbeitsbereichs zugänglich. Nur im Fall der „öffentlichen Archivierung“ stünden die Daten auf RADAR uneingeschränkt zur Verfügung. Die Haltefrist archivierter Daten beträgt zehn Jahre. Die Daten erhalten eine RADAR-ID als persistenter Identifier.

Wenn Sie die Daten publizieren, sind die Forschungsdaten für 25 Jahre öffentlich frei verfügbar. RADAR HSU vergibt für jedes publizierte Datenpaket ein Digital Object Identifier (DOI). Damit sind Datenpakete eindeutig referenzierbar und können verlässlich zitiert werden.

Vor der Publikation werden die Metadaten validiert und auf Vollständigkeit geprüft. Während der Publikation erhält das Datenpaket einen DOI (Digital Object Identifier), der bei DataCite registriert wird, wo auch die Metadaten des Datenpakets indexiert werden.

Nach der Publikation ändert sich der Status eines Datenpakets von „In Bearbeitung“ zu „Publiziert“. Es ist nun auch auf dem RADAR-Portal für die Allgemeinheit öffentlich sichtbar und zugänglich.

Für publizierte Datensätze können Sie einen Embargo-Zeitraum festlegen. Das Datenpaket wird dann erst nach Ablauf dieser Frist für Andere zugänglich. Die Metadaten sind währenddessen bereits öffentlich sichtbar und einem Hinweise auf die Embargofrist versehen.

Quelle: Quickstart-Guide für RADAR-Kuratoren

Archivierte Datensätze erhalten keinen DOI, sondern eine RADAR-ID, die ebenfalls als persistenter Identifier fungiert.

Bei archivierten Datensätzen können Sie als Kurator zudem die Zugriffsrechte festlegen. Klicken Sie hierzu in der Übersicht des Datenpakets auf „Zugriffsberechtigte Nutzer“. Sie können dann den Benutzernamen oder die E-Mailadresse der zugriffsberechtigten Person in ein Freitextfeld eintragen und die Eingabe speichern.

Quelle: Quickstart für RADAR-Kuratoren

Im Tabellenreiter „Inhalt“ können Sie den Inhalt eines Datenpakets im Status „In Bearbeitung“ ändern. Über die verschiedenen Icons können z.B. weitere Einzeldateien bzw. Verzeichnisse hinzugefügt und vorhandene Einzeldateien bzw. Verzeichnisse umbenannt oder gelöscht werden.

Inhalt eines Datenpakets im Status in Bearbeitung ändern
Inhalt eines Datenpakets im Status in Bearbeitung ändern

 

Bitte beachten Sie: bei der nachträglichen Bearbeitung des Inhalts kann ein gepacktes Archiv beim Hochladen nicht mehr entpackt werden, sondern wird ausschließlich als Archivdatei (.zip, .tar, .tgz, .tar.gz, .tar.bz2) hinterlegt.

Um ein Datenpaket so übersichtlich wie möglich in RADAR zu präsentieren, wird empfohlen, die finale hierarchische Verzeichnisstruktur bestmöglich bereits lokal abzubilden und anschließend bei Erstellung des Datenpakets als gepacktes Archiv hochzuladen.

Änderungen am Inhalt des Datenpakets sind nun nicht mehr möglich, die Metadatenannotation kann jedoch bei Bedarf auch nach der Publikation über die Option „Metadaten korrigieren“ geändert werden (in der rechten Navigationsleiste verfügbar nach Anmeldung in RADAR).

Ja, im letzten Publikationsschritt können Sie einen Embargo-Zeitraum festlegen (1-12 Monate bzw. unbegrenztes Embargo).

Das Datenpaket wird erst nach Ablauf dieser Frist öffentlich zugänglich, die Metadaten sind währenddessen bereits öffentlich sichtbar und mit einem Hinweis auf die Embargofrist versehen.

Datensätze mit unbegrenztem Embargo können über eine Anfrage- bzw. Freigabeoption individuell mit anderen RADAR-Nutzerinnen und -Nutzern geteilt werden. Diese Option kommt z.B. für Datensätze im Kontext von Patentanmeldungen oder Geheimhaltungsklauseln in Kooperationsvereinbarungen in Frage.

In der Praxis ergibt sich regelmäßig die Notwendigkeit der Aktualisierung bereits publizierter oder archivierter Forschungsdaten (Hinzufügen weiterer Daten zu Datensammlungen, Errata fehlerhafter Daten, Aktualisierung aufgrund neuer Forschungsergebnisse etc.). RADAR unterstützt aktuell keine vollwertige Versionierung. In diesen Fällen ist ein neuer Datensatz zu erstellen. Dieser kann mit der vorherigen Version über die Felder „Related Identifier“ und „Relation Type“ verlinkt werden. Gleichzeitig können die Metadaten der vorherigen Version korrigiert und der neue Datensatz ebenso über die Felder „Related Identifier“ und „Relation Type“ referenziert werden. Dadurch ist eine gegenseitige Verlinkung der einzelnen Versionen möglich.

Prinzipiell können publizierte Datenpakete nicht gelöscht, aber gesperrt werden. In diesem Fall bleibt die Landingpage mit Informationen über das Datenpaket und einem Hinweis auf die Sperrung erhalten. Ein Herunterladen gesperrter Datenpakete ist nicht möglich.

Wo können in RADAR publizierte Forschungsdaten recherchiert und wie sollten diese zitiert werden?

Die Suche nach publizierten Datenpaketen in der RADAR-Datenbank steht allen Nutzer:innen frei, eine Registrierung ist nicht erforderlich. RADAR bietet eine Freitextsuche sowie eine Facettensuche in den Metadaten. Die Suche nach einem speziellen Datenpaket ist am einfachsten über die eindeutige DOI (Digital Object Identifier).

Über die Suche können auch Datenpakete gefunden werden, die erst nach dem Ende einer Embargofrist zum Download verfügbar sind. Nutzer:innen können dann die beschreibenden Metadaten einsehen und das Datenpaket zitieren.

Archivierte Datenpakete sind prinzipiell nicht öffentlich einsehbar und können nicht gesucht werden.

RADAR verwendet das Protokoll OAI-PMH, um die Metadaten zum automatischen Einsammeln (Harvesting) durch Suchmaschinen zur Verfügung zu stellen. Die Metadaten stehen unter einer CC0-Lizenz, sind auch über DataCite Commons abrufbar und werden zum Beispiel von Suchmaschinen für wissenschaftliche Web-Dokumente wie BASE oder B2Find indexiert. Möglich wäre zudem, die HSU-eigenen Metadaten selbst als Set zu harvesten, um diese auf institutionseigenen Webseiten oder Publikationslisten einzubinden.

RADAR-Landingpages sind außerdem Schema.org-konform ausgezeichnet, was die Auffindbarkeit und Interpretierbarkeit aller in RADAR publizierten Forschungsdaten durch Internetsuchmaschinen sicherstellt.

Quelle: RADAR Software Release (Versionen 1.17.4 und 1.17.5)

Grundsätzlich gibt es keine verbindlichen Vorgaben für das Zitationsformat. Zitationspraktiken variieren je nach Fachdisziplin und Verlag. In Anlehnung an internationale Richtlinien empfiehlt RADAR das folgende Zitationsformat:

Ersteller/Autor(en) (Jahr der Veröffentlichung): Titel des Datenpaketes. Herausgeber. Art der Forschungsdaten/Resource Type. Identifier (DOI)

Auf der Landing Page eines Datenpakets wird ein entsprechender Zitationsvorschlag in einem RADAR-eigenen Zitationsstil angezeigt. Weitere etablierte Zitationsstile (APA, Harvard, MLA, Vancouver, Chicago und IEEE) stehen per Dropdownmenü zur Verfügung.

Grundsätzlich gibt es keine verbindlichen Vorgaben für das Zitationsformat. Zitationspraktiken variieren je nach Fachdisziplin und Verlag.

Um Zitationen für Datenpublikationen im gewünschten Zitationsstil zu generieren, wird die Verwendung des DOI Citation Formatters von Crosscite empfohlen. Nach Eingabe der DOI einer Datenpublikation können Sie dort aus einer Vielzahl verschiedener Zitationsstile wählen. Crosscite ist ein gemeinsamer Service mehrerer DOI-Registrierungsagenturen, unter anderem Crossref, DataCite und mEDRA.

Die Metadaten können in folgenden bibliografischen Formaten heruntergeladen werden:

  • RADAR
  • DataCite
  • OAI-DC
  • Schema.org
  • JSON
  • PREMIS
  • BibTex
  • EndNote
  • RIS
Rechtliche Aspekte, die vor der Veröffentlichung der Forschungsdaten geklärt werden müssen

Vor der Veröffentlichung der Forschungsdaten muss sichergestellt sein, dass nicht die Rechte Dritter verletzt werden:

Quelle: Peter Brettschneider / forschungsdaten.info / CC BY 4.0. URL: https://forschungsdaten.info/fdm-allgemein/rechte-und-pflichten/forschungsdaten-veroeffentlichen
Quelle: Peter Brettschneider / forschungsdaten.info / CC BY 4.0. URL: https://forschungsdaten.info/fdm-allgemein/rechte-und-pflichten/forschungsdaten-veroeffentlichen

Die Lizenz- und Nutzungshinweise für Datengeberinnen und Datengeber in RADAR enthalten die Forderung, dass keine Daten, die dem Datenschutzrecht unterliegen, bei RADAR abgelegt werden dürfen:

„4. Personenbezogene Forschungsdaten dürfen Sie derzeit nicht in RADAR einstellen. Solche Daten müssen Sie vor dem Einstellen anonymisieren.“

Die für RADAR4Culture entwickelte Handreichung kann bei der Überlegung unterstützen, welche Informationen unter den Begriff „personenbezogene Daten“ fallen und welche nicht: RADAR4Culture: Handreichung zu personenbezogenen Daten

Behandelte Fragen:

  • Was sind personenbezogene Daten?
  • Wie finde ich heraus, ob meine Forschungsdaten personenbezogen sind?
  • Endet der Datenschutz mit dem Tod der Person?
  • Meine Forschungsdaten sind personenbezogen. Was kann ich tun, um RADAR trotzdem nutzen zu können?
  • Ich benötige den Personenbezug aber aus wissenschaftlichen Gründen. Was nun?

 

Weitere Ressourcen:

 

Abhängig vom gewählten Angebot gibt es verschiedene Zugriffsrechte.
Archivierte Datenpakete sind per se nicht für Dritte sichtbar. Kuratoren können allerdings einzelnen registrierten Nutzern Zugriff auf die Daten gewähren. Der Datengeber entscheidet, ob Dritte auf die Metadaten zugreifen können. Es gibt drei Optionen: öffentlich sichtbar; für freigegebene Nutzer sichtbar; nicht sichtbar.
Publizierte Datenpakete und ihre Metadaten sind öffentlich einsehbar und können von Dritten heruntergeladen werden. Gegebenenfalls kann der Datengeber ein zeitliches Embargo für ein Datenpaket festlegen. Die Datenpakete werden dann erst nach Ablauf dieser Frist für Dritte zugänglich gemacht.

Vor der Wahl einer Lizenz sollten Sie sicher stellen, dass:

  • die Rechteinhaber:innen der Forschungsdaten eindeutig identifiziert sind, und sie das Recht haben, die Daten öffentlich oder für einen bestimmten Nutzerkreis zugänglich zu machen
  • der (potentielle) kommerzielle Wert der Daten bedacht wurde. Forschungsdaten, die bereits veröffentlicht wurden, können z.B. in der Regel nicht mehr im Rahmen einer Patentanmeldung verwendet werden
  • eine möglichst weitreichende Nachnutzung der Forschungsdaten im Sinne der Datengeber:innen bzw. Datenautor:nnen erreicht werden kann

Quelle: Lizenzen für Forschungsdaten

Um Nutzungsrechte für Forschungsdaten festzulegen, bietet RADAR Datengebern verschiedene Lizenzmodelle an. Lizenzen sind Standardverträge, die für ein entsprechend lizenziertes Objekt bestimmte Handlungen (z.B. lesen, kopieren, weiterverbreiten, verändern, mit anderen Daten kombinieren) erlauben. RADAR empfiehlt die Verwendung liberaler und weit verbreiteter Lizenzen, die eine sinnvolle Nachnutzung für die Forschung rechtlich ermöglichen. Insbesondere die weltweit anerkannten Creative Commons Lizenzen sind aufgrund ihrer weiten Verbreitung zu empfehlen. Sie eignen sich auch für Forschungsdaten. Eine Übersicht zu den möglichen Creative Commons Lizenzen finden Sie hier.

Eine ausführliche Beschreibung der CC-Lizenzen und weiterer freier Lizenzen hat das Portal forschungsdaten.info aufbereitet: Welche freien Lizenzen gibt es?

Ressourcen zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Forschungsdaten in RADAR:

 
 
Lizenz und Nutzungshinweise für Forschende als Datengebende und Datennehmende

Grundlage der obigen Dokumentation, wenn nicht anders angegeben: RADAR Supportseiten und RADAR4Culture: Quickstart-Guide für Datengeberinnen und Datengeber [deutsch]

Kontakt
Wünschen Sie sich Unterstützung bei der Archivierung oder Publikation von Forschungsdaten in RADAR (inhaltliche Qualitätskontrolle, Beschreibung der Forschungsdaten mit Metadaten, geeignete Datenformatwahl)?
Oder brauchen Sie Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten fachspezifischen Forschungsdaten-Repositorium?
Schicken Sie gerne eine E-Mail an [email protected]
Foto von www.kaboompics.com von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/abgeschlossen-wallpaper-nachricht-umschlag-5706001/
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